Besondere Anforderungen an die Versorgungssituation
Wir haben uns nicht nur einen überregionalen guten Ruf in der Pflege
und Betreuung von Menschen im Wachkoma mit 39 von allen Kassen anerkannten Plätzen erworben, sondern sind auch stolz darauf, das
einzige Haus in Essen mit anerkannten Beatmungs- plätzen zu sein. Das
Angebot unseres Spezial- pflegebereichs umfasst die aktivierende Pflege von Menschen im Wachkoma sowie mit neurologischen Erkrankungen. Zu den vordringlichen Zielen und die damit verbundenen Perspektiven für die
Betroffenen unserer Langzeit- pflegeeinrichtung zählt eine den
Einschränkungen angepasste Lebensweltorientierung mit entsprechenden
Förderangeboten. Aber auch die mögliche Rückführung in die stationäre Rehabilitation (Phase D bis E) oder sogar die Verlegung in die
häusliche Umgebung sind die Ziele dieser Abteilung.
Die Versorgung wird individuell auf die speziellen Bedürfnisse von Menschen im apallischen Syndrom ausgerichtet, abhängig von seinem Platz in den Remissionsphasen. Unser Team besteht aus Pflegefachkräften, teil- weise mit Fachweiterbildungen für Anästhesie und Intensivpflege, Pflegeassistenten, Kranken- gymnasten, Ergotherapeuten, Musiktherapeuten sowie Logopäden. Die Grundlage des "Förderungs- und Lebens- gestaltungskonzeptes für Wachkoma- und Langzeitbewohner" (Bienstein/Hannich 2001) ist das Bezugspflegesystem: - Das Bezugspflegesystem besteht aus einem - pflegetherapeutischen Team, welches sich - aus einer Pflegemitarbeiterin und einer - Therapeutin zusammensetzt. - Gemeinsam regeln sie die Einzelheiten der - pflegerischen Versorgung (Pflegeplanung) - auf der Basis des AEDL-Konzeptes (nach - M. Krohwinkel) unter Berücksichtigung von - biographischen Informationen. - Die besonderen Aufgaben des pflegethera- - peutischen Bezugsteams sind die Gestaltung - der persönlichen Tagesabläufe und die Lebens- - raumgestaltung des Bewohners unter Berück- - sichtigung seiner alten Gewohnheiten. - Es werden die erforderlichen Orientierungs- - hilfen angeboten in Form von Einzel- und - Gruppentherapien. - Je nach persönlichen Ressourcen können Früh- - stücksgruppe, Werkgruppe, Musiktherapien - sowie Snoezelen genutzt werden. - Beweglichkeitserhaltende und ressourcen- aktivierende Maßnahmen erfolgen durch ver- schiedene Lagerungstechniken, kinästhetische und basal stimulierende Übungen sowie bewegungstherapeutische Anwendungen (Ergotherapie, Krankengymnastik und Bewe- gungstherapie in Anlehnung an Bobath, PNF, Feldenkrais, Affolter sowie facioorale Thera- pien nach Castelo Morales).
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